Im Falle von Festplatten kann jedes Volumen ein eigenes Dateisystem
besitzen. Das Dateisystem wird festgelegt, wenn das Volumen formatiert
wird und kann ohne weiteres nicht ge„ndert werden, ohne das Volumen
neu zu formatieren.
Mit den heutigen Betriebssystemen wird eine Vielzahl verschiedener
Dateisysteme geliefert, die jeweils ihre eigenen St„rken und Schw„chen haben.
&os2; unterst�tzt die folgenden Dateisysteme:
- Das FAT-Dateisystem (f�r "File Allocation Table")
ist das „lteste Dateisystem, welches auf Personal Computern benutzt
wurde. Es wurde mit den fr�hesten DOS-Versionen eingef�hrt und ist
weder leistungsf„hig noch schnell noch flexibel noch effizient.
Seine Dateinamen sind auf 8+3 Zeichen beschr„nkt und mit groáen
Volumen wird aufgrund der Art und Weise, wie Daten intern verwaltet
werden, viel Platz verschwendet. Zus„tzlich werden FAT-Volumen sehr
schnell fragmentiert.
Heutzutage ist der einzig �briggebliebene Vorteil von FAT, daá es von fast
allen Betriebssystemen verstanden wird. Wenn Sie also mehrere Betriebssysteme
installiert haben, k”nnen Sie ein FAT-Volumen benutzen, um Daten auszutauschen.
Wenn Sie jedoch Geschwindigkeit vorziehen, sollten Sie h„ufig benutzte
Daten nicht auf ein FAT-Laufwerk legen.
Unter &os2; ist die FAT-Unterst�tzung direkt in den Kern von &os2;
eingebaut. Eine IFS-Anweisung in der Datei &cfgsys; ist folglich nicht erforderlich.
Mit Windows 95 hat Microsoft das FAT-Dateisystem erweitert, um lange
Dateinamen verwenden zu k”nnen. Die anderen Probleme von FAT wurden dabei
jedoch nicht behoben. Unter &os2; sieht man statt der langen Dateinamen
lediglich die 8+3-Konvention.
Zus„tzlich hat Microsoft mit Windows 98 ein neues Dateisystem
namens "FAT32" hinzugef�gt. Trotz seines Namens ist dieses Dateisystem
mit FAT nicht kompatibel. Es gibt L”sungen dritter Anbieter, die es
erlauben, �ber einen IFS-Treiber in der Datei &cfgsys;
FAT32-Partitionen unter &os2; zu betreiben.
- HPFS hingegen steht f�r "High Performance File System".
Dies ist das "Heimatdateisystem", welches speziell f�r OS/2 entwickelt
wurde und gegen�ber FAT viele Vorteile aufweist. Seine Dateinamen k”nnen
bis zu 254 Zeichen lang sein, es verwaltet
erweiterte Attribute auf effiziente
Weise, und es ist viel schneller, wie der Name besagt. Auáerdem
vergeudet es nicht so viel Plattenplatz und vermeidet Fragmentierung.
Verglichen mit noch neueren Dateisystemen hat HPFS trotzdem einige
Beschr„nkungen. Vor allem kann das Standard-HPFS nur eine
Cache-GrӇe von 2 MB verwalten.
In Anbetracht der Speichermengen, die heutzutage in Rechner eingebaut werden,
ist dies nicht viel.
Die HPFS-Unterst�tzung muá mit dem Treiber
HPFS.IFS �ber einen IFS-
Befehl in der Datei &cfgsys; geladen werden.
- HPFS386 ist eine hochoptimierte Version von HPFS, die die
oben genannte Beschr„nkung der Cache-Gr”áe nicht aufweist.
Zus„tzlich ist HPFS386 optimiert f�r Server-Aufgaben. Es kann Daten
direkt vom Dateisystem-Treiber an Netzwerktreiber �bergeben, ohne einen
šbergang auf Ring 3 vornehmen zu m�ssen. Auáerdem unterst�tzt es
lokale Sicherheit, Quotas und ein gewisses Maá an Fehlertoleranz.
Jedoch ist dieses Dateisystem nur unter einer separaten Lizenz mit
zus„tzlichen Kosten erh„ltlich. Wenn HPFS386 installiert ist, ersetzt
es das Standard-HPFS. Es wird �ber den HPFS386.IFS-Treiber
in der Datei &cfgsys; geladen, aber dies funktioniert nur, wenn das
System auch Server-Komponenten installiert hat.
- F�r OS/2 Warp Server for e-Business (WSeB) hat IBM JFS,
das "Journaling File System", von AIX nach OS/2 portiert. Inzwischen
gibt es JFS auch f�r Linux. JFS ist nunmehr ebenfalls mit
eComStation und den IBM Convenience Packs erh„ltlich.
- Um die obigen Beschr„nkungen zu beheben, unterst�tzt eComStation
das Journaling File System (JFS), ein modernes Hochleistungs-Dateisystem,
das ebenfalls von IBM AIX und Linux unterst�tzt wird.
Gegen�ber HPFS weist JFS die folgenden Vorteile auf:
- Es f�hrt �ber s„mtliche Schreiboperationen auf die Platte
in einem sogenannten "journal" Buch. Wenn das System abst�rzt, muá JFS kein
volles
CHKDSK ausf�hren, um die Integrit„t des Dateisystems
herzustellen, sondern kann einfach das Journal auf die Platte "zur�ckspielen".
Deshalb braucht CHKDSK auf einem JFS-Volumen Sekunden statt
Minuten oder sogar Stunden, wie es bei groáen HPFS-Volumen der Fall sein kann.
- Es hat nicht die 2-MB-Cache-Gr”áenbeschr„nkung wie HPFS.
- Mit der Unterst�tzung von LVM k”nnen JFS-Volumen erweitert werden,
ohne das System neustarten zu m�ssen.
- JFS benutzt neuen 32-Bit-Code im &os2;-Kernel
(KEE32 und IFS32) und muá daher nicht durch die 16-Bit-Kompatibilit„tsschichten
des Kernels gehen. Dies beschleunigt Datentransfers von mehr als 64 KB deutlich
und erlaubt es JFS auáerdem, auf SMP-Systemen besser zu skalieren.
- Alle internen Strukturen von JFS sind 64 Bit breit. JFS hat daher
auch nicht die Gr”áenbeschr„nkungen von 2 GB f�r Dateien und 64 GB f�r
Volumen wie HPFS.
Ein Nachteil von JFS ist, daá das Betriebssystem derzeit nicht von
einem JFS-Volumen gestartet werden kann. Das Startvolumen von &os2;
muá sich daher immer noch auf einem HPFS-Volumen befinden.
Die Unterst�tzung f�r JFS wird durch den Treiber
JFS.IFS
in der Datei &cfgsys; aktiviert.
- Schlieálich ist CDFS ein spezielles Dateisystem, welches von
Daten-CD-ROMs benutzt wird. Da Daten-CDs ein abweichendes Format benutzen,
ist ein weiterer Dateisystemtreiber n”tig. Dies ist der Treiber
CDFS.IFS in der Datei
&cfgsys;, der auch lange Dateinamen im Microsoft-Joliet-Format unterst�tzt.
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