IBM1S506.ADD ist der IBM-Treiber, der im Lieferumfang von
&os2; enthalten ist. IBM hat diesen Treiber mehrfach aktualisiert. Eine
aktuellere Version dieses Treibers wird f�r Warp 3 und Warp 4 ben”tigt, falls
Festplatten mit einer Kapazit„t von mehr als 8 GB betrieben werden sollen.
Bei Verwendung dieses Treibers sind viele der Dialogoptionen deaktiviert,
da sie nur vom DANIS506.ADD-Treiber verwendet werden (s.u.).
DANIS506.ADD ist ein Ersatztreiber, der von Daniela Engert
geschrieben wurde. Dieser Treiber ist zu 99% parameterkompatibel zum
Treiber von IBM, bietet dar�ber hinaus jedoch eine Vielzahl an Erweiterungen.
Da die IBM-Treiber bei vielen neuen Chips„tzen nicht in der Lage sind, das
Busmastering zu aktivieren, wird dringend der Einsatz dieses erweiterten
Treibers empfohlen, der die Festplattenleistung stark verbessern kann. Dar�ber
hinaus erm”glicht es dieser Treiber, die Festplatten-Controller viel genauer
einzustellen, um beispielsweise Systemprobleme zu l”sen.
Dennoch ist es erforderlich zu wissen, daá beide Treiber grunds„tzlich zwischen drei Typen von Optionen unterscheiden:
DANIS506.ADD)
die Art der Hardwareidentifizierung beim Systemstart.
Sowohl beim IBM1S506.ADD- als auch dem DANIS506.ADD-Treiber
m�ssen Adaptereinstellungen durch eine Option /A:x
eingeleitet werden, wobei x die Nummer des zu konfigurierenden
Adapters (0 oder 1) angibt, auf den sich die weiteren Parameter beziehen.
Diese Option wird vom Dialog automatisch gesetzt, sobald man eine beliebige
Adaptereinstellung abweichend von der Standardvorgabe „ndert. S„mtliche
Einstellungen innerhalb der Gruppe Adapter- (Controller-) Einstellungen
beziehen sich ausschlieálich auf den Adapter, der im Bereich "Aktueller
Adapter" gerade ausgew„hlt ist.
Jeder der beiden Adapter ben”tigt ein paar Systemressourcen wie Interrupt (IRQ), einen DMA (Direct Memory Access) -Kanal und eine Port-Adresse, um mit dem Rechner Daten austauschen zu k”nnen. Werden hier keine Einstellungen gemacht, werden die internen Standardvorgaben verwendet, die auf den meisten System funktionieren.
Details zur Busmastering (DMA) -Unterst�tzung entnehmen Sie bitte den Hinweisen weiter unten.
Sowohl beim IBM1S506.ADD- als auch dem DANIS506.ADD-Treiber
m�ssen Laufwerkseinstellungen durch eine Option /A:x
(die den Adapter angibt) und eine darauf folgende Option /U:x
(die das Ger„t am Adapter angibt) eingeleitet werden, wobei x
jeweils 0 oder 1 ist. Diese Option wird vom Dialog automatisch gesetzt, sobald
man eine beliebige Laufwerkseinstellung abweichend von der Standardvorgabe
„ndert. S„mtliche Einstellungen innerhalb der Gruppe Ger„te- (Laufwerks-)
Einstellungen beziehen sich ausschlieálich auf das Laufwerk, das im Bereich
"Aktuelle Einheit" gerade ausgew„hlt ist.
W„hrend die „lteren Programmed-I/O- (PIO) Modi 3 und 4 nach wie vor auf die
Unterst�tzung durch den Prozessor angewiesen waren, f�hrte der EIDE-Standard
einige neue Multiword-DMA-Modi ein. In diesen Betriebsarten �bernimmt das
Laufwerk die Steuerung des Datenbus ("Busmastering") und tauscht Daten direkt
mit dem Hauptspeicher aus ("Direct Memory Access", "DMA"). Der Standardtreiber
IBM1S506.ADD kann viele der neueren Chips„tze nicht korrekt
erkennen und daher bei einer Groázahl von Systemen das Busmastering nicht
einleiten. Eine ungleich bessere Figur macht hierbei DANIS506.ADD,
der dar�ber hinaus eine Feineinstellung des Erkennungsverfahrens erlaubt.
Ultra-DMA ist noch eine zus„tzliche Erweiterung des urspr�nglichen DMA-Protokolls. Fr�her fand eine Daten�bertragung nur w„hrend der ansteigenden Phase des Taktsignals statt. Ultra-DMA modifiziert das Protokoll jedoch in der Art, daá auch zum Zeitpunkt des Pegelabfalls im Taktsignal eine Daten�bertragung durchgef�hrt wird, wodurch die Daten�bertragungsrate also verdoppelt wird. Da sich die Gefahr von Signalfehlern (Datenfehlern) erh”ht, wurde zus„tzlich eine Fehlerkorrektur implementiert. Ergebnis: Ultra-DMA ist sowohl schneller als auch sicherer als das regul„re DMA oder die PIO-Modi.
Dennoch kann DMA im Einsatz mit Festplatten zu Problemen f�hren. Ursache
dabei k”nnen „ltere Controller sein, die das Verfahren gar nicht kennen oder
auch schlechte Kabelverbindungen, die bei h”heren šbertragungsraten zu viel
Rauschen auf dem Datenbus und damit Datenfehler verursachen. Dar�ber hinaus
beherrschen viele „ltere Laufwerke das DMA-Verfahren nicht sonderlich gut oder nur
bei niedrigen šbertragungsraten. Aus diesem Grund kann Busmastering komplett
deaktiviert oder (mit DANIS506.ADD) auf eine feste
šbertragungsrate begrenzt werden.
Die Einstellung Adapter /BM aktiviert oder deaktiviert
Busmastering jeweils f�r einen ganzen Adapter (also f�r beide an diesen
Adapter angeschlossene Laufwerke). Diese Option war Bestandteil aller Versionen
von IBM1S506.ADD und wird auch von DANIS506.ADD
unterst�tzt.
Die Einstellung Ger„te /BM aktiviert oder deaktiviert
Busmastering nur f�r ein einzelnes Ger„t (Laufwerk). Diese Option wird nur von
neueren Versionen des IBM1S506.ADD Treibers unterst�tzt, aber
ebenfalls auch von DANIS506.ADD.
Mit DANIS506.ADD kann auch f�r jedes einzelne Laufwerk eine
spezifische Begrenzung der Daten�bertragungsrate vorgenommen werden, indem
die einzelnen šbertragungsprotokolle angegeben werden.